Software für Friseursalons
Buchung, Kundenkartei und Online-Terminvergabe für Friseursalons: was kleine Salons wirklich brauchen und was es kostet.
Ein Friseursalon in einer Kleinstadt lebt von der Stammkundschaft. Viele Kundinnen und Kunden kommen seit Jahren, rufen an, wenn sie einen Termin brauchen, und erwarten, dass man sich an ihre Farbe und ihren Schnitt erinnert. Trotzdem lohnt sich Software auch hier: Das Telefon klingelt mitten im Färben, der Terminkalender aus Papier ist nur im Salon greifbar, und jüngere Kundschaft möchte abends um zehn vom Sofa aus buchen. Gute Friseursoftware ersetzt nicht das Gespräch am Stuhl, sondern nimmt dem Salon die Arbeit ab, die drumherum anfällt. Welche Buchungs- und Verwaltungssoftware für Friseursalons zu welchem Salontyp passt, zeigt ein eigener Vergleich.
Diese Rubrik erklärt, welche Software ein kleiner Friseursalon tatsächlich braucht, wie eine digitale Kundenkartei aufgebaut sein sollte und wie man Online-Termine über Instagram, Facebook und das Google-Profil anbietet, ohne dafür Provision an eine Plattform zu zahlen.
Die drei Bausteine einer Salonsoftware
Fast jedes Programm für Friseure besteht aus denselben drei Teilen. Wichtig ist, dass alle drei zusammenarbeiten, denn ein Termin, der online eingeht, sollte sofort in der Kundenkartei auftauchen und eine Erinnerung auslösen.
| Terminkalender und Online-Buchung | Termine pro Mitarbeiterin, unterschiedliche Dauer für Schnitt, Farbe oder Strähnen, Buchung rund um die Uhr | Eigener Buchungslink, Pausen und freie Tage werden automatisch gesperrt |
| Kundenkartei | Besuchshistorie, Farbrezepturen, Notizen zu Allergien und Vorlieben | Allergiehinweise erscheinen beim Termin, die Daten lassen sich vollständig exportieren |
| Erinnerungen und Auswertungen | Erinnerung vor dem Termin, Umsatz pro Mitarbeiterin und Leistung | Absage per Link möglich, Berichte ohne Zusatzmodul |
Was genau in eine Kundenkartei im Friseursalon gehört und wie man Farbrezepturen so notiert, dass jede Kollegin sie nachmischen kann, erklärt ein eigener Beitrag.
Was Friseursoftware kostet
Die Preismodelle unterscheiden sich stärker als die Funktionen. Buchungsplattformen wie Treatwell bringen neue Kundschaft, verlangen dafür aber eine Provision auf die erste Buchung jeder neuen Kundin. Abo-Software wie Salonized oder Fresha kostet einen festen Monatsbetrag, der meist mit der Zahl der Mitarbeitenden steigt. Daneben gibt es schlanke Lösungen ohne Provision, etwa Boona für 2 US-Dollar im Monat plus 1 US-Dollar je weiterem Arbeitsplatz. Für einen Salon, dessen Kundschaft ohnehin aus der Stadt und der Umgebung kommt, ist die Provision auf Neukunden oft der teuerste Posten, weil man für Kundinnen zahlt, die auch ohne Plattform gekommen wären.
Fünf Fragen vor der Entscheidung
- Kann ich alle Kundendaten jederzeit als Datei herunterladen, falls ich wechseln möchte?
- Fällt eine Provision an, wenn Kundinnen über die Plattform statt über meinen eigenen Link buchen?
- Über welchen Kanal gehen Erinnerungen raus, und kostet jede SMS extra?
- Lassen sich Termine, die telefonisch vereinbart werden, genauso schnell eintragen wie online gebuchte?
- Erfüllt die Software die DSGVO, also Einwilligungen für Werbung, Auskunft und Löschung auf Wunsch?
Wo anfangen
Wer noch keine Software nutzt, beginnt am besten mit dem Vergleich der Buchungs- und Verwaltungssoftware für Friseursalons und klärt, welcher Salontyp man ist. Danach lohnt der Blick auf die Kundenkartei im Friseursalon, denn sie ist der Teil, der am längsten bleibt. Zum Schluss wird die Online-Buchung sichtbar gemacht: Wie der „Jetzt buchen“-Button auf Instagram und Facebook eingerichtet wird, steht Schritt für Schritt im letzten Beitrag.
Häufige Fragen
- Lohnt sich eine Online-Buchung, wenn die meisten Kundinnen anrufen?
- Ja. Auch wenn nur ein Teil der Termine online eingeht, sind das Anrufe, die nicht mitten in einer Behandlung kommen. Wichtig ist, dass telefonische und Online-Termine im selben Kalender landen.
- Brauche ich eine eigene Website für die Online-Buchung?
- Nein. Ein Buchungslink im Instagram-Profil, auf der Facebook-Seite und im Google-Unternehmensprofil reicht für den Anfang aus.
- Was passiert mit der Papierkartei?
- Die wichtigsten Angaben, vor allem Farbrezepturen und Allergien, sollten nach und nach in die digitale Kartei übertragen werden, am einfachsten jeweils beim nächsten Besuch der Kundin.